Für ein atomwaffenfreies Europa: Initiative unterstützen!

Vor wenigen Tagen, haben die belgischen Politiker Willy Claes, Jean-Luc Dehaene, Louis Michel und Guy Verhofstadt in einer offenen Stellungnahme zum Abzug der etwa 240 in Europa stationierten amerikanischen Atomwaffen aufgerufen.

Ihre Initiative bezieht sich ausdrücklich auf die Rede des amerikanischen Präsidenten Barack Obama am 5. April 2009 in Prag: „Die Existenz Tausender von Atomwaffen ist das gefährlichste Erbe des Kalten Krieges. (…). Die Gefahr eines weltweiten Atomkrieges hat sich verringert, das Risiko eines atomaren Angriffs ist gestiegen. (…) Einige sagen, dass sich die Verbreitung dieser Waffen nicht stoppen lässt, sich nicht kontrollieren lässt, dass wir das Schicksal akzeptieren müssen, wo immer mehr Menschen und Völker diese schrecklichen Vernichtungswaffen besitzen. Ein solcher Fatalismus wäre ein tödlicher Gegner. (…) Ich bin nicht naiv. Das Ziel wird sich nicht rasch erreichen lassen. Vielleicht auch nicht in der Zeit meines Lebens. Es wird Geduld und Beharrlichkeit erfordern. Aber jetzt müssen wir die Stimmen jener ignorieren, die sagen, dass die Welt sich nicht ändern kann.“

US-Atomwaffen in Europa: Experten zufolge befinden sich die Waffen in 6 aktiven Nuklearlagerstätten in 5 verschiedenen Ländern. In Belgien (Kleine Brogel), in den Niederlanden (Volkel), in Deutschland im benachbarten Rheinland-Pfalz (Büchel), in Italien (Aviano und zurzeit noch in Ghedi-Tore), sowie in der Türkei (Incirlik).

Zwar wäre ein eventueller Abzug der amerikanischen Bomben aus Europa nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ im Vergleich zu den weltweit existierenden über 25.000 Atomsprengköpfen. Zudem würde durch einen Abzug Europa nicht atomwaffenfrei. Großbritannien und Frankreich besitzen bekanntlich ein eigenes atomares Arsenal.

Ein Abzug hätte aber eine große symbolische Bedeutung. Zudem würde die NATO keinesfalls in ihrer Sicherheitspolitik geschwächt.

Die amerikanische Außenpolitik betreibt sichtbar eine Kehrtwende in ihren Beziehungen zu Russland. Partnerschaft statt Konfrontation ist das angestrebte Ziel. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da die USA und Russland allein 95% aller Atomwaffen besitzen.

Der Verzicht der USA auf das Raketenabwehrschild in Osteuropa, die aktuell positiv laufenden Verhandlungen beider Länder betreffend die atomare Abrüstung (neues START-Abkommen) sind ermutigende Zeichen. Der Abzug der US-Atomwaffen aus Europa würde ohne Zweifel eine weitere Dynamik in Abrüstungskontrollverhandlungen bringen.

Die belgische Initiative zielt auf eine gemeinsame Aktion innerhalb der NATO-Strukturen mit den Partnerländern Deutschland, Norwegen, den Niederlanden und Luxemburg hin. Der CRI Vivi Hommel begrüßt ausdrücklich das seitens des Außenministers bestätigte Engagement der Luxemburger Regierung in dieser Sachfrage.

Es gilt diese Initiative zu unterstützen um zu zeigen, dass die Welt sich ändern kann. Für ein atomwaffenfreies Europa in einer atomwaffenfreien Welt ist für die belgischen Politiker „kein naiver Traum, sondern ein politisches Ziel, ehrgeizig aber realistisch.“

Der bekannte amerikanische Diplomat Thomas R. Pickering ist der Ansicht: „Platt gesagt, Atomwaffen sind zu nichts nütze, außer andere Länder abzuschrecken, die auch Atomwaffen haben. Sie sind teuer und gefährlich und es kann immer zu Unfällen oder Diebstahl durch Terroristen kommen. Weil Atomwaffen also nur teuer und nutzlos und gefährlich sind, ist ihre Abschaffung erkennbar keine schlechte Idee.“

Dem wäre nichts hinzuzufügen!

(24.2.2010)

Seminar Gewaltprävention

Einladung

Luxemburg und Trier am 10. Februar 2010

Werte Damen und Herren,

Der CRI Vivi Hommel aus Luxemburg und die Klaus Jensen Stiftung mit Sitz in Trier (www.klaus-jensen-stiftung.de) laden Sie sehr herzlich zu einem Seminar nach Echternach ein.

Thema:  Gewaltprävention in der Region Luxemburg und Trier

                -Erfahrungen und Perspektiven-

Ort: Spiegelsaal des Lyzeums (Gymnasium) in Echternach / Luxemburg

Datum: Samstag, den 20.März 2010

9.30 – 16.30 Uhr

Gemeinsam mit Ihnen als Multiplikatorin/Multiplikator möchten wir an diesem Tag Erfahrungen über Strategien, Strukturen und Methoden der Gewaltprävention im kommunalen Kontext berichten und Perspektiven auch grenzüberschreitender Aktivitäten entwickeln.

Im Vordergrund sollen die schulische und außerschulische Präventionsarbeit mit und für Jugendliche stehen. Außerdem wollen wir darüber beraten, welche kommunalen Strukturen (Präventionsräte, Leitstellen etc.) geeignet sind, Prävention zu verstetigen und qualitativ und quantitativ weiter zu entwickeln.

Das Treffen soll auch der Begegnung, dem Kennenlernen und der Animation künftiger Kooperationen dienen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Kompetenz in Sachen „Gewaltprävention“ einbringen würden.

Bitte melden Sie sich bis zum 10. März 2010 unter cerclevivihommel@gmail.com oder Cercle Vivi Hommel 18, rue Mungenast L – 6466 Echternach an. Sie erhalten dann Mitte März die Tagesordnung und weitere Infos zur Vorbereitung.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Raymond Becker                                                  Klaus Jensen

CRI Vivi Hommel                                                 Klaus Jensen Stiftung

„Mayors for Peace“ und Weltfriedenstag.

An die Bürgermeister der Initiative „Mayors for Peace“.

Luxemburg, den 1. Februar 2010

Werte Mitglieder der Initiative „Mayors for Peace“,

Aufgrund unseres Selbstverständnisses, das wir als CRI Vivi Hommel in unserem beigefügten Leitbild „Unsere Überzeugung – Unsere Ziele“ formuliert haben, möchten wir Ihnen einen Anstoß zwecks einer kommunalen Initiative im Rahmen des Weltfriedenstages der Vereinten Nationen unterbreiten.

In den UN-Resolutionen 36/67 und 55/282 betonen die Vereinten Nationen die Bedeutung dieses Weltfriedenstages der jährlich am 21. September begangen wird. Die internationale Staatengemeinschaft bittet alle interessierten Instanzen und nichtstaatliche Organisationen auch durch Öffentlichkeitsarbeit für die Idee des Friedens und der Gewaltfreiheit zu werben.

Die „Mayors for peace“ stehen hierfür in der Vorreiterolle. Die Vernetzung zwischen atomarer Rüstung, Hunger, Armut, Flüchtlingsproblematik, Menschenrechten und Umweltzerstörung ist Bestandteil der Überlegungen der „Mayors for Peace“. Die Vision einer atomwaffenfreien Welt in dieser globalen Sichtweise gilt es uneingeschränkt zu unterstützen.

Wir alle wissen, dass eine sichere und solidarische Gesellschaft nicht ohne den wertvollen Beitrag der Kommunen und ihrer Bürger zu erreichen ist.

Der CRI Vivi Hommel würde es als eine wichtige Botschaft an die Öffentlichkeit ansehen, falls alle 56 luxemburgischen Mitgliedskommunen der „Mayors for Peace“, zum diesjährigen Weltfriedenstag, ein gemeinsames Zeichen setzen würden.

Wir sind als Vereinigung bereit, bei den notwendigen Vorbereitungsaufgaben eine ehrenamtliche Koordination zu übernehmen.

Falls Sie Interesse an einer kommunalen Aktion der „Mayors for peace“ haben, würden wir uns über eine Rückmeldung bis Mitte März an die auf der Vorderseite angegebenen Kontaktmöglichkeiten sehr freuen.

Wir werden als CRI in der Woche vom 12. April ein erstes Koordinationsgespräch zwischen den interessierten Gemeinden organisieren. Hier werden dann mögliche realistische Initiativen im Hinblick auf den Weltfriedenstag 2010 vorgeschlagen und diskutiert.

Wir sind überzeugt, dass die luxemburgischen „Mayors for Peace“-Gemeinden gemeinsam viel leisten können für das Schaffen einer gewaltfreien Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen,

Raymond Becker

Präsident

Anlage: „Unsere Überzeugung – Unsere Ziele“.

Weitere Informationen unter www.cerclevivihommel.lu

Gewalt- und Aggressionsprävention: Zusammenarbeit vereinbart!

Aggressionen und Gewalt sind leider aktuelle Themen. Der „Cercle de Réflexion et d’Initiative Vivi Hommel“ hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Gewalt und Aggressionen zu verhindern und hierfür einen konkreten Beitrag zu leisten. In der UNESCO-Erklärung zur Friedens- und Menschenrechtserziehung sieht die Vereinigung interessante Handlungsmöglichkeiten und möchte Schulen und Kommunen konkrete Vorschläge im Sinne eines gewaltlosen Zusammenlebens unterbreiten. Um dies nun konkret in die Wege zu leiten, wurde eine enge Zusammenarbeit mit der Klaus-Jensen-Stiftung aus Trier vereinbart.

Diese im Jahre 2003 gegründete Stiftung hat als Ziel und Aufgabe, einen Beitrag zur Entwicklung einer Kultur der Gewaltprävention, ziviler Konfliktbehandlung und Versöhnung von Konfliktparteien zu leisten. So hat die Stiftung für Rheinland-Pfalz eine detaillierte Bestandsaufnahme der Aktivitäten und Akteure in der Gewaltprävention vorgenommen. Diese wurde mit aktuellen Trends und „Best Pratices“ bereichert und mit Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Gewaltprävention in einer Studie veröffentlicht.

Mit dieser Stiftung haben wir als Vereinigung einen sehr engagierten und kompetenten Partner gewonnen.

Der CRI Vivi Hommel und die Klaus-Jensen-Stiftung haben vereinbart als erste konkrete Zusammenarbeit im Frühjahr 2010, eine Tagung zur Gewalt- und Aggressionsprävention zu veranstalten. Die in Luxemburg stattfindende Tagung richtet sich vorrangig an Kommunen und Schulen aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz.

(Mitgeteilt 7.12.2009)

Der Prävention gehört höchste Priorität.

„Gewalt macht den Menschen zur Sache.“

Simone Weil

In einer Gesellschaft, wo alles schneller, besser, schöner, höher sein muss, wo der Schein mehr zählt als das Sein, sind Menschen enormen Stressfaktoren ausgesetzt. Stress ist ein wesentlicher Faktor beim Aufbau von Aggressionen. Auch und besonders Jugendliche stehen zunehmend unter Druck und reagieren nicht selten mit zunehmender Gewaltbereitschaft. Und, was besonders besorgniserregend ist: die Hemmschwelle sinkt rasant. Die Gewaltbereitschaft Jugendlicher hat qualitativ und quantitativ ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht und stellt uns als Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Selbstverständlich ist die wirksamste Prävention immer die Ursachenforschung und –bekämpfung. Im Falle der Gewaltbereitschaft Jugendlicher sind die Ursachen allerdings so vielschichtig und tief verwurzelt mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen oder Fehlentwicklungen, dass es illusorisch wäre zu meinen, man könne sie so einfach aus der Welt schaffen. Wir müssen demnach auf dieses neue Aggressionspotential reagieren.

In Luxemburg scheint sich zur Gewalt- und Aggressionsbekämpfung die in den USA entwickelte Peer-Mediation im schulischen Bereich zu etablieren. Peer-Mediation ist ein innovativer und langfristig Erfolg versprechender Ansatz der konstruktiven Konfliktbewältigung. Schülerinnen und Schüler werden zu sogenannten Peer-Mediatoren ausgebildet, die dann bei Konflikten zwischen Gleichaltrigen vermitteln. Bewiesen ist, dass Konfliktregelung durch Gleichaltrige von Konfliktpartnern gut aufgenommen wird. Dagegen ist nichts einzuwenden, außer dass es damit nicht getan ist. In einem rezenten Tageblatt-Gespräch hat der an der Uni Luxemburg tätige Prof. Dr. Georges Steffgen etwas ganz Wesentliches formuliert: „Sicherlich macht es aus sozialer Entwicklungsperspektive Sinn, Mediatorenprogramme im Rahmen eines umfassenden Schulentwicklungsprozesses mit aufzugreifen. Die begrenzte Wirkung und auch der spezifische Einsatzbereich von Streit-Schlichter-Programmen lassen es jedoch als notwendig erscheinen, insbesondere unter der Zielsetzung der Gewaltprävention, andere wissenschaftlich gestützte Vorgehensweisen stärker heranzuziehen.“

Diese Vorgehensweisen existieren und wurden anderenorts erfolgreich praktiziert. Hierzu zwei ganz konkrete Beispiele.

Null-Toleranz gegenüber Mobbing.

Dan Olweus ist Psychologe und Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Bergen in Norwegen. Seit den 70ger Jahren arbeitet Olweus als einer der ersten Wissenschaftler überhaupt an der Aufarbeitung des Mobbings und der Gewaltprävention an Schulen. Er definierte den Begriff „Bullying“ oder „Mobbing“ folgendermaßen: Dass „ein oder mehrere Individuen, wiederholte Male und über einen Zeitraum negativen Handlungen von einem oder mehreren Individuen ausgesetzt sind.“ Für Olweus können diese Handlungen verbal (drohen, spotten, beschimpfen), nicht-verbal (Grimassen schneiden, böse Gesten, Rücken zuwenden) oder physisch (schlagen, schubsen, treten, kneifen, festhalten) sein. „Bullying“ erfordert ein Ungleichgewicht der Kräfte (körperlich oder psychisch) zwischen Opfer und Täter.

In Norwegen ist die Prävention von „Bullying“ seit Jahren ein politisches Anliegen. In konsequent durchgeführten Kampagnen seitens des Bildungsministeriums haben in Norwegen alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel: Die Null-Toleranz-Vision („Zero-Tolerance-Vision“) in Bezug auf „Bullying“ bei Kindern und Jugendlichen. Die Durchführung dieses Programms ist mit etwas gutem Willen der Beteiligten (Schüler, Lehrkräfte und Eltern) recht unkompliziert. Den Kern des Programms bilden 3 Ebenen, die Schulebene, die Klassenebene und die persönliche Ebene. Auf dieser individuellen Ebene werden auch die Eltern nicht aus ihrer Pflicht entlassen. Olweus ist der Auffassung, dass Problembewusstsein und Betroffensein der Lehrkräfte und der Eltern Voraussetzungen sind für den Erfolg von Prävention und Intervention. Das Modell steht für einen autoritativen Erziehungsstil. Der Psychologe Wilfried Griebel sieht in dieser Methode den „goldenen Mittelweg“ zwischen anti-autoritärer und autoritärer Erziehung. Griebel definiert autoritative Erziehung als „warmherzig-führend, die auf Teilhabe und Mitbestimmung setzt. Einfühlsamkeit ist wichtig, aber auch Strukturen sind mitbestimmend, möglichst im Einklang mit dem Kind.“ Klare Regeln und konsequentes Handeln sind von Bedeutung, auch bei dem von Olweus entwickelten Programm. Das Modell wird mittlerweile mit Erfolg weltweit eingesetzt. Alle Evaluationen haben gezeigt, dass das Programm zu einer wesentlichen Reduktion von Bullying und Opferwerdung führte. Antisoziale Verhaltensweisen wie Vandalismus, Kämpfe, Diebstahl und Schuleschwänzen gingen signifikant zurück. Das soziale Klima an den Schulen und in den Klassen wurde verbessert, sogar wurde eine positivere Einstellung zu Schule und Leistung festgestellt. Experten sind sich einig: Das Olweus Programm dürfte die bekannteste Gewaltpräventionsmethode an Schulen sein.

Es wäre dringend angebracht, in Ergänzung zur Peer-Mediation in Luxemburg eine mehrjährige nationale Kampagne wie beispielsweise die „Zero-Tolerance-Vision“ in die Wege zu leiten. Gute erprobte Erfahrungen sollte man umsetzen.

Jugendpolitik überdenken.

Die Stadt Augsburg geht neue Wege in der Jugendpolitik. An die Stelle der klassischen, angebotsorientierten Jugendpolitik tritt eine zivilgesellschaftliche Jugendpolitik, die sich an den Leitsätzen Solidarität, Eigenverantwortung, Miteinander und Umeinander orientiert. Eine so verstandene Jugendpolitik ist weit mehr als das Bereitstellen von Infrastrukturen wie  Jugendhäusern und wird heutigen Herausforderungen weit eher gerecht. Das gesamte soziale Umfeld der Jugendlichen, der Markt mit seinen hemmungslos vorgetragenen Angeboten suggeriert permanent und eindringlich vermeintliche Wünsche junger Menschen. Konsum ist das Maß aller Dinge. Jugendliche sind sehr schnell in unterschiedliche Klassen aufgeteilt. Jene die Mithalten können und jene die chancenlos sind. Konflikte sind vorprogrammiert.

Augsburg bemüht sich hier um einen sozialen Ausgleich zwischen den Jugendmilieus. So wurde das klassische Ferienprogramm systematisch in vernetzte Initiativen umgestellt. Freiwillige wurden konsequenter rekrutiert, Vereine und Eltern mit einbezogen. „Tschamp“-Ferien in Augsburg erfreuen sich bei den einheimischen Jugendlichen großer Beliebtheit. Gezielte Theater- und Tanzworkshops, Stadtteilfeste, Friedensfest, Zeltlager oder Medien-Camp stehen im Angebot. Das Projekt „Change-in“ steht für solidarisches Zusammenleben in der Kommune. Zwei Mal im Jahr engagieren sich Jugendliche freiwillig um unter Begleitung eines Mentors an den unterschiedlichsten Orten aktiv zu werden. Der Zoo, das Theater, die Seniorenbetreuung, das Malteserhilfswerk oder die Sportvereine sind mögliche Einsatzstellen. „Logi-Fox“, eine multikulturelle Zeitung von Kindern und Jugendlichen gemacht, artikuliert Probleme, Fragestellungen, Ängste, Hoffnungen und Wünsche.

All diese ganz konkreten Initiativen der Stadt Augsburg versuchen in der Tat zu verhindern, dass jungen Menschen durch Gewalt zur Sache werden. Denn Sachen kann man einfach wegschmeißen.

Gewalt- und Aggressionsprävention ist vielschichtiger als man gemeinhin annimmt. Ein guter Ansatz ist sicherlich der in Tübingen praktizierte, permanente „Runde Tisch“. Es geht hier um die Bündelung der vor Ort existierenden Initiativen und Erfahrungen von Sozialarbeitern, Polizei, Kirchen, Vereinen, Schulen, Ärzten, Medien, engagierten Bürgern und Politik. Erfahrungswerte zeigen, dass durch einen solchen Austausch von „Experten“ sehr schnell engagierte Präventionspolitik entsteht.

Um ein konkretes Modell für luxemburgische Gemeinden und Schulen zu entwickeln, hat der Cercle de Réflexion et d’Initiative Vivi Hommel eine Kooperation mit der Klaus-Jensen-Stiftung aus Trier beschlossen, eine Stiftung die große Erfahrungswerte im Bereich der Gewaltprävention besitzt.

Our future: peace, solidarity, education, democracy.

%d Bloggern gefällt das: