Assemblée générale

Assemblée Générale Ordinaire 2011

Lundi, le 11 avril à 18 heures

Boutique Tiers-Monde

42, route de Mondorf         L-3260 Bettembourg

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Membre 20€; Étudiant 10€, Sympathisant à partir de 25€.

Gemengen a Millenniumszieler

Aufgrund einer Initiative des CRI Vivi Hommel haben sich 6 Gemeinden (Beckerich, Monnerich, Remich, Roeser, Schifflingen, Weiler-la-Tour)  für die Gründung einer Initiative „Gemengen a Millenniumszieler“ entschlossen. Weitere Details in Kürze.

Als Leitbild der Initiative wurde nachfolgende Erklärung erarbeitet:

Netzwierk Gemengen a Millenniumszieler:

Mir liewen an enger Welt!

  • Die unterzeichnenden Gemeinden sind der Ansicht, dass die Umsetzung der 8 Millenniumsziele der Vereinten Nationen, ein wichtiger Schritt für eine bessere, gerechtere und sicherere Welt darstellt;
  • Die Millenniumsziele beinhalten:
    1. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger;
    2. Primärschulausbildung für alle Jungen und Mädchen;
    3. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen;
    4. Reduzierung der Kindersterblichkeit;
    5. Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern;
    6. Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose, Malaria und anderen schweren Krankheiten;
    7. Ökologische Nachhaltigkeit;
    8. Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft.
  • Wir sind der Ansicht, dass es für das Erreichen dieser Ziele entscheidet sein wird, die Menschen vor Ort zu sensibilisieren;
  • Wir verweisen auf die Aussagen der Vereinten Nation, welche die wichtige Rolle der Kommunen bei der Gestaltung einer lebenswerten Zukunft hervorheben;
  • Wir begrüßen, dass sowohl die „Weltunion der Kommunen – United Cities and Local Governments UCLG“ als auch der europäische „Council of European Municipalities and Regions CEMR“ die Millenniumsziele als einen wichtigen Aspekt ihrer Arbeit ansehen;
  • Wir sehen in den einheimischen Gemeinden wichtige Partner der Regierung bei der Verwirklichung der angestrebten Millenniumsziele;
  • Wir verdeutlichen, dass es die ureigene Rolle aller Kommunen weltweit ist, im Einklang mit den jeweiligen gesetzlichen Möglichkeiten, Armut und Ausschluss in der Gesellschaft zu bekämpfen;
  • Wir werden eingehend prüfen, wie wir mit folgenden Schwerpunkten und je nach unseren Möglichkeiten, im Sinne der Millenniumsziele agieren können:
    • Information und Bewusstseinsbildung,
    • Werbung und Unterstützung eines breiten kommunalen Bündnisses,
    • Praktische Umsetzung vom globalen Denken zum lokalen Handeln,
    • Vorbildfunkfunktion im Rahmen unseres täglichen Handelns.
  • Wir sehen im gemeinsamen Erfahrungs- und Meinungsaustausch ein wichtiges Element um unsere Vorstellungen zu verwirklichen.

Stand des Textes Februar 2011

Flyer zum Health Impact Fund – HIF

Gemeinsam mit den Pharmaciens sans Frontières Luxembourg hat der CRI Vivi Hommel einen zweisprachigen Flyer zum Health Impact Fund veröffentlicht.

Health Impact Fund – HIF

AIDS, Malaria oder Haarausfall?

„Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard, der ihm und seiner Familie eine angemessene Gesundheit ermöglicht sowie ein Recht auf Ernährung, Wohnraum und auf medizinische und soziale Dienste.“

Artikel 25 der Gründungserklärung der Vereinten Nationen zu den Menschenrechten von 1948.

62 Jahre später sind wir noch meilenweit vom diesem hehren Anspruch entfernt.

Jährlich sterben etwa 18 Millionen Menschen weil sie arm sind, weil sie beispielsweise keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben oder, ganz banal, weil sie kein Moskitonetz besitzen. Viele dieser Menschen sterben an Krankheiten, für die es keine wirksamen Medikamente gibt oder weil sie sich die notwendigen Medikamente nicht leisten können. Schätzungen zufolge haben ein Drittel aller Menschen keinen angemessenen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Die aktuellen Daten betreffend die AIDS-Erkrankungen sind alarmierend: Weltweit gibt es 33 Millionen infizierte Menschen; bei der Tuberkulose versagen immer mehr die herkömmlichen Antibiotika; die auslaufende Anti-Malaria-Dekade der Vereinten Nationen war wenig erfolgreich, das Ergebnis ernüchternd: an sogenannten „vernachlässigten Krankheiten“ wie Cholera, Ruhr, Typhus, Lepra sterben weiterhin unzählige Menschen.

Dieser Teufelskreis von Armut, Krankheit und Tod kann nur durchbrochen werden, wenn wir im wirtschaftlich entwickelten Norden einsehen, dass wir die Armut im Süden durch unser ökonomisches System und unser tägliches Handeln aufrechterhalten. Solange wir ein Wirtschaftsystem stützen, das auf die alleinigen Interessen der industrialisierten Welt zugeschnitten ist, pflastern wir mit unseren Hilfen im Süden nur an Wunden herum. Wir brauchen dringend soziale, ökologische und ethische Kriterien, die in unser ökonomisches Handeln einfließen. Wir brauchen eine ökonomische Globalisierung, die allen Menschen zugutekommt, nicht nur einer Minderheit. Nur so können wir unser Verhältnis zum Süden solidarischer und gerechter gestalten.

Wir tragen eine Mitverantwortung an der bestehenden Armut des Südens, wir tragen somit auch eine Mitverantwortung an der katastrophalen Gesundheitssituation in vielen dieser Länder.

Fehler in den Rahmenbedingungen.

Die Initiative „Incentives for Global Health“ (www.yale.edu/macmillan/igh) hat sich zum Ziel gesetzt, die medizinische Grundversorgung weltweit zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Pharmaindustrie Medikamente entwickeln, die einerseits für die globale Verbesserung der Gesundheit wichtig sind und andererseits allen Menschen zugänglich sind. Dies ist heute nicht der Fall.

Peter Singer, australischer Professor für Bioethik an der Princeton University (USA), formuliert es so: „Die Krankheiten die 9/10 der globalen Krankheitsbelastung verursachen, erhalten nur 1/10 des medizinischen Forschungsaufwandes. In der Folge sterben jedes Jahr Millionen von Menschen an Krankheiten, für die keine neuen Medikamente in Vorbereitung sind, während die Pharmaunternehmen Milliarden in die Entwicklung von Mitteln gegen Erektionsstörungen, Haarausfall oder Akne stecken.“

Mit anderen Worten, die Pharmaindustrie investiert 90% der Forschungsmittel in 10% der Krankheiten. Die Gründe sind leicht ersichtlich. Es sind die bestehenden Rahmenbedingungen, die bei den Pharmafirmen für falsche Anreize sorgen.

Die Herstellung eines neuen Medikamentes ist teuer. Allein Forschung und Entwicklung verursachen hohe Kosten. Diese Kosten müssen die Pharmafirmen im Verkaufspreis ihres jeweiligen Medikamentes berechnen.

Wichtig für die Firmen ist in diesem Zusammenhang der Patentschutz auf Medikamenten wie er 1994 von der Welthandelsorganisation (WTO) im TRIPS-Abkommen (Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte am geistigen Eigentum) festgelegt wurde.

Das aktuelle System ist denkbar einfach: Ein Unternehmen verspricht sich von der Entwicklung eines neuen Medikamentes möglichen Erfolg. Das Unternehmen lässt sich das Medikament patentieren, lange bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Dies bedeutet konkret, dass die Firma während 20 Jahren für dieses Medikament eine Monopolstellung hat, d.h. sie kann frei über den Verkaufspreis entscheiden und keine andere Firma darf das Medikament kopieren und billiger anbieten, was u.a. mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten begründet wird. Ein Patent ist somit eigentlich ein Monopol, das den Verkaufspreis erhöht. Ein Medikament, das für 1€ herstellbar wäre, kann für 10€ konkurrenzlos verkauft werden. So deckt die Firma ihre Unkosten und kann Gewinne erzielen.

Dieses System mag auf den ersten Blick einleuchtend sein, es birgt aber gravierende Nachteile: Weltweit können – bzw. könnten – sich arme Menschen oder Menschen ohne Sozialversicherung neue, teure Medikamente überhaupt nicht leisten. Es ist demnach für Pharmafirmen gänzlich uninteressant, in die Forschung und Entwicklung von Medikamenten zu investieren, die jene Krankheiten bekämpfen, die gerade diese armen Menschen besonders hart treffen. Daher der Begriff „vernachlässigte Krankheiten“. Es ist einfach lukrativer Medikamente für Krankheiten zu entwickeln, die eher wohlhabende oder sozial abgesicherte Menschen befallen.

Zwischen 1974 und 2004 gab es ganze 1.556 Neuzulassungen von Medikamenten. Nur 21 dieser Neuzulassungen betrafen die in der Fachsprache titulierten „vernachlässigten Krankheiten“ wie Malaria oder Tuberkulose. Solange die Entwicklung von Medikamenten gegen Haarausfall, Akne, Potenzstörungen, Zuckerkrankheiten, Bluthochdruck usw. wesentlich ertragsbringender bleibt, wird sich daran auch kaum etwas ändern.

Viele Krankheiten, die wir in unserer westlichen Welt bis jetzt ungenügend beachten, kommen in Ländern mit extremer Armut vor. Dass dies in einer globalisierten Welt auf Dauer auch für uns fatal sein kann, zeigen Krankheiten wie Vogel- und Schweinegrippe, die Infektionskrankheit SARS oder das rezent in die Schlagzeilen geratene „Super-Bakterium“ mit dem Gen NDM-1.

Von TRIPS zu HIF.

Wer etwas an der aktuellen Situation ändern möchte, im Sinne einer gerechteren globalen medizinischen Versorgung, muss eine Antwort finden auf folgende Fragen: Wie kann die Pharmaindustrie motiviert werden, in die Forschung und Entwicklung von Medikamenten zu investieren, die von Millionen armen Menschen so dringend benötigt werden? Wie kann sichergestellt werden, dass diese Menschen sich die Medikamente dann auch leisten können?

FlyerDie Verantwortlichen der „Incentives for Global Health“, Thomas Pogge, deutscher Professor für Philosophie an der Yale-University (USA) und Aidan Hollis, Professor für Wirtschaftswissenschaften in Calgary (CDN), haben einen interessanten Vorschlag unterbreitet, der den Namen „Health Impact Fund – HIF“ trägt.

Pharmafirmen wollen wirtschaftlich erfolgreich sein. Wirtschaftlicher Erfolg darf demnach zukünftig nicht mehr ausschließlich an Patente und Monopole gekoppelt sein. Dafür soll ein Gesundheitswirkungsfonds (HIF) gegründet werden, ein Alternativangebot zum Patentrecht. Ähnlich wie beim Patentrecht, können Pharmafirmen ein zu entwickelndes Medikament bei diesem Gesundheitswirkungsfonds „HIF“ anmelden. Durch diese Anmeldung verpflichten sich die Firmen, das Medikament zum Entstehungspreis anzubieten, also vergleichsweise günstig. Im Gegenzug erhält die betreffende Firma jährlich Gelder aus dem Fonds. Die Höhe der finanziellen Zuschüsse hängt jeweils von den positiven Auswirkungen des Medikamentes auf die Weltgesundheit ab. Pogge und Hollis liefern für die Messung der Reduktion einer Krankheitsbelastung mit ihrem „QUALY (Quality Adjusted Life Years)“ ein realistisches Instrument.

Dieses System liefert den Anreiz, auch dort zu forschen, wo es bisher finanziell uninteressant, oder nicht finanzierbar war. Es hat den enormen Vorteil, Medikamente für „vernachlässigte“ Krankheiten überhaupt erst möglich und dann auch bezahlbar zu machen.

Der Fonds selbst würde von Regierungen gespeist. Pogge und Hollis schätzen, dass etwa 6 Milliarden US-Dollar pro Jahr genügen würden, um die notwendigen Anreize für die Pharmaindustrie zu schaffen. Diese Summe wäre verfügbar, wenn jene Länder auf die ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung entfällt, 0,03% ihres Bruttonationaleinkommens beisteuern würden. Dies wären, um beim US-Dollar zu bleiben, 3 Cent pro 100 Dollar. Aufgrund der Milliarden-Summe, die bei der rezenten „Banken-Rettung“ zirkulierte, eigentlich ein Klacks!

Das Konzept eines „Health Impact Fund“ ist faszinierend und revolutionär. Es schaltet die Regeln des Marktes nicht aus, sondern es versucht, den Markt neu zu gestalten.

Der CRI Vivi Hommel und die Pharmaciens sans Frontières Luxembourg, werden konsequent in der Zivilgesellschaft und bei den politischen Entscheidungsträgern für das „HIF-Konzept“ werben.

Raymond Becker                                                                Camille Groos

Cercle de Réflexion et d’Initiative                               Pharmaciens Sans Frontières

Vivi Hommel asbl                                                               Luxembourg ONGD

Cinéma du Sud: Un festival hors du commun!

affiche1www.cinemadusud.lu

12 organisations luxembourgeoises (dont le Cercle de Réflexion et d’Initiative Vivi Hommel) se sont réunies pour vous proposer un festival inédit.
Soucieuses de diffuser auprès du public la problématique des Objectifs du Millénaire pour le Développement (OMD), nous avons choisi le cinéma pour aborder l’ensemble des défis relevés par ces objectifs et susciter débat et réflexion. Neuf soirées vous seront proposées tout au long du mois d’octobre, toutes dédiées aux pays du Sud. Nos équipes seront présentes lors des projections pour animer les débats qui suivront et vous présenter leurs invités, témoins des réalités quotidiennes du monde en développement. Cette programmation ainsi que le détail des OMD seront relayées par le Luxemburger Wort et par la radio 100,7.
Nous vous invitons cordialement à participer à la première édition du Cinéma du Sud et à venir vous informer auprès des différents représentants des organisations qui seront présents.
Unissons-nous pour montrer notre solidarité aux pays touchés par toutes ces injustices et inégalités et créer un monde plus juste et équitable!

20 octobre 19h Utopia  –  Soirée du CRI Vivi Hommel et des Pharmaciens sans Frontières Luxembourg

http://cinemadusud.wordpress.com/films/memory-books/

Our future: peace, solidarity, education, democracy.

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